Fitter, geistig beweglicher und weniger depressiv -
so zeigte sich eine Gruppe von Senioren nach Karatekursen -
im Vergleich mit anderen, die an Gymnastik oder Gedächtnistraining teilgenommen hatten.
Das zeigt eine Studie der Universität Regensburg. Die komplizierten Bewegungsabläufe
beim Karate trainieren neben der körperlichen Fitness auch das Gedächtnis.
Renate Doth, Dr. Christiane Schmidt und Edith Zimmermann bestätigen:
- Ihre Ausdauer steigert sich deutlich.
- Ihre körperliche und geistige Beweglichkeit nimmt zu.
Sie werden nervlich belastbarer.
- Ihr Stoffwechsel verbessert sich und Ihr Körper kann besser Fett verbrennen.
- Ihr Körper schüttet verstärkt aufbauende Hormone aus, und gleichzeitig weniger Stresshormone,
die den Körper altern lassen.
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Karate verbessert die Lebensqualität
und vermindert ein Sturzrisiko bei älteren Menschen. Zu diesem Ergebnis kam das Zentrum
für Prävention und Sportmedizin an der Technischen Universität München unter der Leitung von
Univ.-Prof. Dr. Martin Halle.
Insgesamt nahmen an der Studie 100 Personen, alle über 50 Jahre, teil.
Das wissenschaftliche Ergebnis: Karate ist bis ins hohe Alter sehr gesund.
Diese Studie ist der Beweis, dass Karate eine kostengünstige und äußerst effektive
Präventionsmaßnahme ist.
Karate verbessert die Leistungsfähigkeit
Die Lebenserwartung in Deutschland ist hoch. Noch mehr als ein langes Leben wünscht man sich aber,
auch die späten Lebensjahre in guter Gesundheit zu verbringen. Ab dem frühen Erwachsenenalter
verringert sich die motorische Leistungsfähigkeit kontinuierlich. Im späten Erwachsenenalter
macht sich zudem ein Nachlassen der kognitiven Leistungsfähigkeit bemerkbar. Sportliche Aktivität
kann neben dem positiven Einfluss auf die körperliche Fitness auch zur Erhaltung dieser
Fähigkeiten beitragen. Neuere wissenschaftliche Studien legen sogar den Schluss nahe,
dass ein synchrones motorisches und kognitives Training besonders hilfreich zur Steigerung
der geistigen Leistungsfähigkeit ist.
Eine gleichzeitige motorische und kognitive Beanspruchung des Körpers bietet ein Karate-Training
in besonderem Maße. Es trägt aber auch zur Stimulation der inneren Organe bei, verbessert Kreislauf,
Atmung und Verdauung und fördert insgesamt Gesunderhaltung und Beweglichkeit. Zudem ist Karate-Do
eine Schule der Geistesbildung, die einen bis ins hohe Alter begleiten kann.
Als ganzheitliche Bewegungsform fördert ein Karate-Training somit konditionelle,
koordinative und kognitive Fähigkeiten. Das Erlernen neuer, unbekannter Bewegungsabläufe
stellt für ältere Menschen eine Herausforderung dar, führt dabei aber gleichzeitig auch zu
physischem und psychischem Wohlbefinden und zu Entspannung.
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft e.V.